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 Im Sommersemester 2009 wird erstmalig eine QUEST-Ringvorlesung zum Thema "Space-Time Physics in QUEST: Basics, Experiments and Technologies" stattfinden. Die Vorlesung richtet sich zunächst gezielt an QUEST-Doktoranden und Stipendiaten, dürfte aber auch für Doktoranden und auch Masterstudenten interessant sein, die nicht direkt in QUEST involviert sind. Download pdf-file Themen, Daten, Termine.
 
Am 19. Oktober 2007 wurden die Ergebnisse der zweiten Runde der Exzellenzinitiative des Bundes bekannt gegeben. Zu den zur Förderung ausgewählten Exzellenzclustern gehört auch QUEST an der Leibniz Universität Hannover.

Das Institut für Erdmessung (IfE), das als einziges geodätisches Institut in Deutschland erfolgreich war, ist mit einer Reihe von Projekten und zunächst vier neuen
Forschungsstellen daran beteiligt. Das IfE wird, u.a., die Untersuchung relativistischer Phänomene im Erde-Mond-System mit Hilfe von Lunar Laser Ranging intensivieren, die Nutzung neuer Uhren-Technologie für GNSS-Positionierung erforschen und den Einsatz neu entwickelter Quantensensoren für geodätische Messungen untersuchen. Dies erfordert die hochgenaue Modellierung der zugrunde liegenden Effekte, womit wesentliche Beiträge hin zur mm-Geodäsie und einem globalen geodätischen Beobachtungssystems (GGOS) geleistet werden.
 
Im Rahmen des Exzellenzclusters QUEST zur Zeit zwei Stellen für zunächst 3 Jahre neu am IFE zu besetzen. Eine Stelle ist im Bereich LLR, die zweite im Bereich GNSS angesiedelt Die Bewerbungsfristen enden am 15. Januar 2008. Pdf-files zur Bewerbung finden Sie hier.

Der Projektname QUEST steht für Quantum Engineering and Space-Time Research. QUEST verbindet Quantenphysik und Raum-Zeit-Forschung - zwei bisher gegensätzliche Denkmodelle der Physik. Die Methoden der Quantenphysik sollen mit Fragestellungen aus der Relativitätstheorie verbunden werden; Anwendungen, zum Beispiel in der Klimaforschung und Erdmessung, sollen intensiviert werden. Ein Ziel von QUEST ist es, Messungen, die heute schon mit hoher Genauigkeit möglich sind, noch präziser zu machen. Exakte Messmethoden sind zum einen zur Überprüfung von Naturgesetzen oder der Einsteinschen Relativitätstheorie nötig, zum anderen können sie die bisher üblichen Verfahren zum Beispiel in der Erdbeobachtung vom Boden oder aus dem All optimieren.

Der theoretischen Physik ist es bisher nicht gelungen, die Welt der Quantenphysik mit der kontinuierlichen Relativitätstheorie von Raum, Zeit und Gravitation in einem physikalischen Modell zu vereinen. Physiker vermuten, dass eine einheitliche Beschreibung viele Fragen klären und neue Phänomene aufdecken kann. Dies ist eines der grundsätzlichen Anliegen von QUEST, dem sich die Projektteilnehmer mit Hilfe neuer Präzisionsmethoden annähern wollen.

In den vergangenen Jahren sind durch Quanten-Technologie und Methoden des Quantum Engineering völlig neue Konzepte zur Präzisionsmessung von Länge, Zeit, Beschleunigung und Rotation entstanden. Ein Produkt daraus sind beispielsweise neue Atomlaser. Auch noch genauere Atomuhren sind möglich und nötig, um bei den Hochpräzisionsmethoden den Takt anzugeben.

Die interdisziplinäre Grundlagenforschung steht in enger Verbindung zu Anwendungsbereichen aus der Technik und Erdsystemforschung. Die neu entwickelten Technologien sollen für, zum Teil neuartige, hochpräzise geodätische Messungen eingesetzt werden. Sie verbessern beispielsweise Satellitennavigationssysteme oder Erdbeobachtungssatelliten.

Herkömmliche Erdbeobachtungssatelliten liefern bereits Daten zur Gravitation, aber mit einem feineren Netz an genaueren Datenpunkten ließen sich die Massenverlagerungen auf dem Planeten viel detaillierter beobachten. QUEST will die physikalischen Vorraussetzungen und Methoden dafür schaffen.

Für QUEST haben sich die Institute zusammengetan, die auf den Gebieten der Forschung mit einzelnen Atomen, Atominterferometern, atomaren Quantensensoren, Lasern und Atomuhren, der Astronomie mit Gravitationswellen sowie der Erdbeobachtung und Geodäsie arbeiten. Gerade diese Verknüpfung so unterschiedlicher Fachgebiete wird entscheidend zur Lösung der wissenschaftlichen Probleme beitragen.

Beteiligte Institute an der Leibniz Universität Hannover sind:
  • Institut für Quantenoptik,
  • Institut für Gravitationsphysik,
  • Institut für Theoretische Physik,
  • Institut für Festkörperphysik,
  • Institut für Erdmessung
  • Institut für Angewandte Mathematik.
Weiterhin tragen das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut), das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH), der Gravitationsdetektor GEO600, die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), Braunschweig, und das Zentrum für Raumfahrt und Mikrogravitation (ZARM), Bremen, wesentlich zu QUEST bei.

Weitere Informationen finden Sie unter www.quest.uni-hannover.de.

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aktualisiert vom webmaster am 04.12.2007

Institut für Erdmessung
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