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| Europäisches Geoidmodell EGG97 | Publikationen |
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Das Institut für Erdmessung (IfE) arbeitete von 1990 bis 2003 als Rechenstelle der IAG (Internationale Assoziation für Geodäsie) Geoid- und Schwerekommission (Subkommission Europa). Im Rahmen dieser Arbeiten sind Zwischenlösungen in etwa jährlichem Abstand erstellt worden (s. z.B. Torge und Denker 1991, Denker und Torge 1993, Denker et al. 1995, Denker und Torge 1998, Roland und Denker 2005). An externe Nutzer wurde jedoch ausschließlich das Geoid- und Quasigeoidmodell EGG97 (Europäisches Gravimetrisches Geoid 1997; Denker und Torge 1998) weitergegeben. Die durchgeführten Arbeiten wurden tlw. von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. |
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| Das Geoid- und Quasigeoidmodell EGG97 basiert auf allen im Jahre 1997
verfügbaren hochauflösenden Schwere- und Topographiedaten sowie dem
globalen Geopotentialmodell EGM96 von NASA/NIMA (lmax=360). Es lagen insgesamt
etwa 3 Mill. Schweredaten und 700 Mill. topographische Daten für Europa
vor. Die Auflösung der Schweredaten war besser als 10 km für den
gesamten europäischen Landbereich und die Auflösung der
Geländemodelle variierte von etwa 30 m bis zu einigen km. In den
Seebereichen wurden außerdem altimetrische Daten einbezogen. Die
Kombination aller Datensätze erfolgte mittels der spektralen Kombination
(Wenzel 1982) und der "Remove-Restore"-Technik. Das Modell EGG97 liegt für
ein Gitter mit der Maschenweite 1.0' x 1.5' sowie 10' x 15' vor und
überdeckt den Bereich 25°N bis 77°N und 35°W bis 67.4°O;
die Anzahl der Gitterpunkte beträgt 3,120 x 4,096 = 12,779,520. Die
Gitterdaten wurden zusammen mit einem Programm zur Interpolation der
Gitterwerte auf einer CD-ROM abgespeichert. Alle Datenlieferanten haben die
CD-ROM kostenlos erhalten, während andere Nutzer eine Gebühr für
die CD-ROM zu entrichten haben (gestaffelt für wissenschaftliche und
kommerzielle Nutzer).. |
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Die Evaluierung des EGG97-Modells mit Hilfe von
unabhängigen GPS- und Nivellementsdaten zeigte deutlich, dass hierin noch
langwellige Fehler bis zu einer Größenordnung von 0.1 bis 1.0 ppm
enthalten sind, während über kürzere Entfernungen bis etwa 100
km die Übereinstimmung durchaus bei etwa 1 - 2 cm liegt, wenn
Qualität und Verteilung der Eingangsdaten entsprechend gut sind (Torge und
Denker 1999). Die vorhandenen langwelligen Diskrepanzen beruhen im Wesentlichen
auf entsprechenden Fehlern des verwendeten globalen Geopotentialmodells sowie
der terrestrischen Schweredaten. Neuere Modellberechnungen mit aufdatierten
Schwerefelddatensätzen und Geopotentialmodellen aus der GRACE-Mission
haben zu erheblichen Genauigkeitsverbesserungen geführt, so dass in
Gebieten mit guter Datenqualität ein kontinentales Genauigkeitspotential
von etwa 3 - 5 cm möglich erscheint (Denker 2006). Ferner ist eine Modellierung von systematischen Fehlern in Geoidmodellen durch empirische Korrekturflächen mit Hilfe von GPS- und Nivellementskontrollpunkten möglich (Denker 1998, Denker et al. 2000); mit diesen Ansätzen zur Kombination von GPS/Nivellement mit gravimetrischen Daten gelingt eine cm-genaue Modellierung der Höhenreferenzfläche (getestet z.B. in Frankreich, Deutschland, usw.). Besonders zu nennen ist hier das kombinierte Quasigeoidmodell für Deutschland (German Combined (Quasi)Geoid 2005, GCG2005; Liebsch et al. 2006), das durch zwei unabhängige Berechnungsverfahren im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG), Frankfurt am Main, und dem Institut für Erdmessung (IfE) erstellt wurde. Ansprechpartner: (für weitere Informationen und Bestellungen) Dr.-Ing. Heiner Denker Institut für Erdmessung Universität Hannover Schneiderberg 50 D-30167 Hannover Tel.: 0511-762-2796; Fax: 0511-762-4006 Email: denker@ife.uni-hannover.de oder http://www.gfy.ku.dk/~iag/egg97.html |
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Publikationen:
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| aktualisiert vom webmaster am 23.11.2006 |
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