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Projekt GOCE-GRAND im BMBF-Geotechnologien-Programm

Teilprojekt 5
GRACE-GOCE Kombination


AP 5.1 Reduktionsmodelle für zeitliche Variationen des Schwerefeldes
Mission GOCE
Mit der ESA-Mission GOCE (Gravity Field and Steady State Ocean Circulation Explorer) wird 2005/2006 die erste Satellitengradiometriemission gestartet werden (siehe http://www.esa.int/export/esaLP/goce.html). Zusätzlich zu dem bereits bei CHAMP (siehe z.B. http://isdc.gfz-potsdam.de/champ/welcome.html) eingesetzten System des high-low Satellite-to-Satellite Tracking (SST-hl) ist GOCE mit einem dreiachsigen Gradiometer ausgestattet (Satellite Gravity Gradiometry, SGG), um erstmals Gravitationsgradienten in allen Raumrichtungen zu beobachten. Dabei ist eine Messgenauigkeit im mE-Bereich angestrebt, womit eine Geoidgenauigkeit von 1 cm bzw. eine Genauigkeit von 1 mGal der Schwereanomalien bei einer räumlichen Auflösung von 100 km auf der Erdoberfläche erreicht werden kann.
GOCE Satellit im Modell Quelle: © GOCE
Projektbüro
Prinzipskizze der GOCE Mission Quelle: © GOCE Projektbüro
Basierend auf den Ergebnissen dieser Schwerefeldbestimmung werden neue Anwendungsfelder in der Geodäsie und in vielen Nachbardisziplinen (z.B. Ozeanographie, Geophysik, Klimatologie und Glaziologie) erschlossen.

Anwendungsgebiete für hochgenaue Schwerefeldmodelle, Quelle: © GOCE Projektbüro

Bild anklicken zum Laden einer detaillierten Ansicht.
GOCE GRAND
GOCE-GRAND (GOCE-GRavitationsfeld-ANalyse Deutschland) ist der Zusammenschluss folgender deutscher Institute zur GOCE-Schwerefeldanalyse, gefördert durch das Geotechnologien-Programm des BMBF und der DFG (http://www.geotechnologien.de/):

GRACE für GOCE
Die deutsch-amerikanische Mission GRACE (Gravity Recovery And Climate Experiment, http://www.gfz-potsdam.de/grace) wurde 2002 gestartet. Neben high-low SST (s.o.) realisieren die zwei niedrig fliegenden GRACE-Satelliten low-low-SST mit einem hochgenauen Entfernungsmesssystem im K-Band. Damit wird GRACE nicht nur die bereits mit CHAMP erreichten Genauigkeiten im langwelligen Bereich globaler Schwerefeldmodelle weiter steigern, sondern als Langzeitmission (angelegt auf fünf Jahre) auch Erkenntnisse über die zeitlichen Variationen des Schwerefeldes liefern.
Reduktion zeitvariabler Schwerefeldanteile

Dazu werden im AP 5.1 am IFE Algorithmen und Techniken entwickelt, um aus den von den Projektpartnern zur Verfügung gestellten Daten Reduktionen der zeitvariablen Schwerefeldanteile in den GOCE-Messdaten, den Gravitationsgradienten, zu berechnen.

Die Abbildung links zeigt eine Übersicht über zeitvariable Einflüsse auf das Erdschwerefeld

Quelle ©: Peters, T. et al., 2002: Temporal variations in the Earths's gravity field in DGK, Reihe A, Nr.118.
Weitere Links zu GRACE und GOCE
Ansprechpartner:
Dipl-Ing. Focke Jarecki und
Dipl.-Ing. K. Insa Wolf

Finanzierung:
BMBF

Publikationen:
Müller, J., Jarecki, F. & Wolf, K.I., 2002: External Calibration and Validation of GOCE Gradients, Proceedings, GG2002 Symposium, Thessaloniki

aktualisiert vom webmaster am 20.05.2003

Institut für Erdmessung
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