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Lunar Laser Ranging

Aktueller Status:
Das Institut für Erdmessung fungiert zusammen mit der Forschungseinrichtung Satellitengeodäsie (FESG) der TU-München als Lunar Analysis Center des International Laser Ranging Services (ILRS)


Darüber hinaus kooperiert es mit der ILRS Analysis Working Group, um einheitliche Standards und konsistente Ergebnisse des ILRS zu realisieren.
Die Arbeiten als Lunar Analyse Zentrum im Internationalen Laser Ranging Service (ILRS) wurden fortgesetzt; es wurden insbesondere Stationskoordinatenlösungen für den ITRF (International Terrestrial Reference Frame) und Erdrotationslösungen für den IERS (International Earth Rotation Service) bereitgestellt.

Außerdem werden im Rahmen der DFG-Forschergruppe "Erdrotation und globale dynamische Prozesse" (www.erdrotation.de) Erdrotationsparameter bestimmt und Auswertungen der LLR-Daten durchgeführt.
 
Lunar Laser Ranging (LLR) allgemein:(download pdf-file)
Beim Lunar Laser Ranging (LLR) werden kurze Laserpulse von Stationen auf der Erde ausgesandt, von Reflektoren auf dem Mond - die während der amerikanischen Apollo-Missionen und unbemannter, sowjetischer Missionen zwischen 1969 und 1973 abgesetzt wurden - reflektiert und von Empfangsteleskopen auf der Erde wieder empfangen. Beobachtungsgröße ist die Signallaufzeit ?? Wegen der großen Entfernung des Mondes ist es nur wenigen Laserstationen möglich, Messungen zum Mond durchzuführen. Heute sind es noch drei Stationen, die mehr oder weniger regelmäßig Laserentfernungsmessungen zum Mond ausführen: Grasse (Frankreich), McDonald (USA) und Wettzell (Deutschland). Mit den LLR-Messungen (Genauigkeit ca. 1 cm für die Erde-Mond-Entfernung) können u.a. Stationskoordinaten und Erdorientierungs-parameter bestimmt und mit anderen, unabhängigen Verfahren verglichen werden. Dabei weisen LLR-Daten durch den langen Beobachtungszeitraum von über 30 Jahren einen großen Nutzen auf. Diese Beobachtungsreihe ist die längste aller geodätischen Raumverfahren. Zusätzlich können viele Parameter des Erde-Mond-Systems (z.B. Mondbewegung und -gravitationsfeld oder die säkulare Gezeitenbeschleunigung) bestimmt werden. Von besonderer Bedeutung sind Tests der Einstein'schen Relativitätstheorie (z.B. die Gültigkeit des Äquivalenzprinzips oder eine mögliche zeitliche Variation der Gravitationskonstanten). Ferner ermöglicht LLR auch Aussagen zur Struktur des Mondes.

Ergebnisse von internationaler Bedeutung:
– Koordinaten und Geschwindigkeiten der beobachtungsstationen zur Realisierung des International Terrestrial    Reference Frames (ITRF2000)
– jährliche Erdrotationsgrößen für den Internationalen Erdrotationsservice (IERS)
– relativistische Parameter aus bisherigen Auswertungen (tabellarische Übersicht)
  • Metrikparameter (z.B. Raumkrümmung, bevorzugte Bezugssysteme)
  • Test des Äquivalenzprinzips (Nordtvedt-Effekt, dunkle Materie)
  • zeitvariable Gravitationskonstante
  • Yukawa-Test (1/r²-Gesetz)

Beobachtungsstationen:
  • Apolle
  • Matera
  • Orroral (?)
  • Grasse (Frankreich),
  • McDonald (USA),
  • Wettzell (Deutschland) und
  • Hawai (USA, keine aktuellen Messungen).

Weiterführende Links:
ILRS:  http://www.dgfi.badw-muenchen.de/edc/ilrs/ilrs.gsfc.nasa.gov/index.html
ITRF:  http://lareg.ensg.ign.fr/ITRF/
IERS:  http://www.iers.org/
FESG: http://tau.fesg.tu-muenchen.de/~fesg/web/index.php


Ansprechpartner:
Prof. Dr.-Ing. Jürgen Müller

Dipl.-Ing. Lilliane Biskupek

aktualisiert vom webmaster am 01.06.2007

Institut für Erdmessung
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