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Untersuchung zu Nahfeldeffekten |
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| Reflexion und Beugung von Satellitensignalen in der direkten Umgebung
der GNSS Antenne führen zu langperiodischen Mehrwegeeffekten, die sich
auch durch eine lange Beobachtungsdauer (z.B. 24h) nicht herausmitteln und die
Koordinatenergebnisse systematisch verfälschen. Prominente Beispiele
für solche Reflektoren sind die Antennenunterbauten wie
Dreifüße, Stativteller, Pfeilerabschluss, Dachbereiche von Fahr-
oder Flugzeugen oder die Außenhaut von Satelliten. Gleichzeitig
können die elektrischen Eigenschaften der GNSS Antennen durch die
Unterbauten verändert werden. Am Institut für Erdmessung wurden mit dem Verfahren der absoluten Antennenkalibrierung verschiedene Untersuchungen durchgeführt, um den Einfluss von Nahfeldeffekten auf die Phasenzentrumsvariationen und Offsets abzuschätzen. Dazu wird eine Kalibrierung der Antenne mit dem Unterbau oder dem Modells der direkten Antennenumgebung durchgeführt. Die Ergebnisse werden dann mit einer Kalibrierung ohne Unterbau verglichen. Die bisher durchgeführten Untersuchungen belegen die Notwendigkeit, auch den Einfluss des Nahfeldes im Zuge einer Antennenkalibrierung zu bestimmen. Ausgewählte Literatur:
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| Untersuchungen im Vorfeld der Erneuerung des deutschen
Haupthöhennetzes Im Vorfeld der Kampagne zur Erneuerung des deutschen Haupthöhennetzes wurde der Einfluss verschiedener Unterbauten auf statische Messungen für unterschiedliche Antennen und Elevationsmasken (5°, 8°, 15°) untersucht. Abb. (1) zeigt die unterschiedlichen Unterbauten (a) Metallplatte mit Zeiss-Dreifuß, (b) Stativteller mit Zeiss-Dreifuß und (c) ein Adapter zur direkten Höhenmessung mit Wild Dreifuss (LVG Sachsen-Anhalt). |
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| Die
Auswirkungen auf die Koordinaten sind in Abb.(2) dargestellt. Maximale Effekte
können hier bis zu 18 mm betragen |
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| Abbildung 2: L0 ohne Troposphärenschätzung Die Arbeiten wurden durch eine Schenkung der Ernst-Simons-Stiftung für F. Dilßner ermöglicht und in Kooperation mit Geo++ durchgeführt. |
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Ausgewählte Literatur:
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| Ansprechpartner
Prof. Dr.-Ing.
Steffen Schön |
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| Untersuchungen des Standardunterbaus FG-ANA
100B |
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| Um stationsabhängige Variationen im Nahfeld der Antennen zu
verhindern, wurde für die DHHN Kampagne 2006 - 2011 ein einheitlicher
Unterbau gewählt. Diese Nahfeldeinflüsse lassen sich kontrolliert in die Umgebung der Antenne einbringen, wenn bei der Kalibrierung der Nahbereich der Antenne in Geometrie und äußerer Orientierung genau festgelegt ist. Hierzu wurden Untersuchungen mit einer Trimbleantenne TRM33429.20+GP (S/N 0220132683) sowie dem standardisierten Antennenhöhenmessadapter FG-ANA 100B (Stativ Freiberger Dreifuss - SFD) in unterschiedlichen Anordnungen und zwei verschiedenen Empfängern (Javad Legacy und Trimble 4700) durchgeführt. In den Abbildungen 1-4 sind die unterschiedlichen Setups dargestellt. Der Antennenhöhenmessadapter wurde freundlicher Weise von der LGN Hannover zur Verfügung gestellt. |
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Um einen strengen Vergleich der Phasenvariationen durchzuführen, wurden die individuellen Phasenzentren auf ein einheitliches Phasenzentrum (Kalibrierung mit SFD) transformiert. Die Ergebnisse zeigen ein deutlich unterschiedliches Verhalten der PCV der unterschiedlichen Setups (bis zu 4 mm) auf dem Signal L1 für den Bereich niedriger Elevationen (0-20°). Die Verwendung unterschiedlicher Empfängerhardware konnte ebenfalls detektiert werden. Für einen JPSLegacy und einen Trimble 4700 wurde dies in diesem Experiment gezeigt. Auf dem Signal L1 traten keine signifikanten Unterschiede auf. |
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Abbildung 2. Hingegen waren auf dem Signal L2 Differenzen von 3-4mm bei identischem Antennenaufbau zu bemerken, die auf die individuelle Signalverarbeitung der verwendeten Empfänger zurückzuführen sind. Schließlich kann die Linearkombination, die zur Auswertung der GPS Messungen angewendet wird, den Effekt des Nahfeldes noch verstärken. Ansprechpartner Dipl.- Ing. Tobias Kersten |
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| aktualisiert vom webmaster am 09.03.2010 |
Institut für Erdmessung |
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