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| Projektseminar Erdmessung 2004/2005 Berechnung von Gravitationsgradienten zur Kalibrierung und Validierung von GOCE-Gradiometerdaten |
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| Im Jahr
2006 wird die Satellitenmission GOCE (Gravity Field and Steady-State Ocean
Circulation Explorer) zur Bestimmung des Erdschwerefeldes gestartet werden.
Dabei wird der langwellige Anteil des Erdschwerefeldes durch Beobachtung der
Satellitenbahn mit GPS (Satellite-to-Satellite-Tracking) bestimmt. Der
kurzwellige Anteil wird erstmalig mit einem Gradiometer beobachtet, das mit
Beschleunigungssensoren die zweiten Ableitungen des Gravitationspotentials ( =
Beschleunigungsdifferenzen über kurze Basislinien), die soge-nannten
Gradienten, misst. Das Institut für Erdmessung beschäftigt sich in
den laufenden Voruntersuchungen zu der Mission mit der Kalibrierung und
Validierung der Gradiometerdaten. Um den Genauigkeitsanforderungen von einigen
mE (1 mEötvös = 10-12 1/s²) zu entsprechen, müssen
aufdeckbare systematische Fehler reduziert werden. Das Gradiometer wird dazu in
der Flugvorbereitung (pre-flight) und vor der eigentlichen Messphase im Orbit
(in-flight) intern kalibriert; um aber eine absolute Beziehung zum
Erdschwerefeld herzustellen, ist eine externe Kalibrierung anhand vorhandener
Schwerefelddaten notwendig. Außerdem müssen die Gradienten ebenso
wie die aus den GOCE-Daten berechneten Schwerefeldmodelle mit externen Daten
validiert werden. Im Rahmen des Projektseminars sollen verschiedene Datensätze (z.B. Seegravimetriedaten, Altimetriedaten, Daten abgeleitet aus GRACE Schwerefeldmodellen) untersucht werden, ob sie den Genauigkeitsanforderungen entsprechen, um zur Kalibrierung oder Validierung der Gradientendaten beizutragen. Die Datensätze müssen ein genügend großes Gebiet abdecken, damit aus ihnen Referenzdaten für die von GOCE gemessenen Gradienten in Satellitenhöhe ermittelt werden können. Differenzen verschiedener, unabhängiger aber vergleichbarer (Referenz, Auflösung) Datensätze können Aufschluss über deren Genauigkeit geben. Die Genauigkeitsinformationen sollen dann in Genauigkeiten der Gradienten fortgesetzt (Fehlerfortpflanzung) werden. Ebenso sollen aus den Daten schließlich Gradienten in GOCE-Bahnhöhe berechnet werden, damit diese als Referenz zur Kalibrierung und Validierung der GOCE-Gradienten zur Verfügung stehen. |
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| Betreuung: Dipl.-Ing. Focke Jarecki Dipl.-Ing. Karen Insa Wolf |
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| aktualisiert vom webmaster am 25.02.2005 |
Institut für Erdmessung |
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